Gastritol

Anwendungsgebiete

Herz-Kreislauf

Wichtigste Inhaltstoffe

  • Spartein
  • Tyramin

Besenginster - Cytisus scoparius



Besenginster - eine Arzneipflanze bringt Herz und Kreislauf "in Takt"

Die Pflanzenheilkunde nutzt den Besenginster als Arzneipflanze. Aus dem Kraut wird ein Arzneiextrakt gewonnen, der zur Behandlung von funktionellen Herz-Kreislaufstörungen eingesetzt wird. Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Besenginsters sind das Alkaloid Spartein und der Naturstoff Tyramin.

Spartein wirkt auf das Reizleitungssystem des Herzens und hemmt dort die Erregungsbildung, indem es die Übertragung elektrischer Impulse verlangsamt und reguliert. Dieser Naturstoff harmonisiert Herz und Kreislauf, weil es eine zu schnelle Schlagfolge verlangsamt, ohne die Regelmäßigkeit des Herzschlages zu beeinträchtigen. Das Herz wird gegen übermäßig nervöse Belastungen abgeschirmt. Puls und Kreislauf normalisieren sich. Die Pumpkraft des Herzens wird durch Besenginster nicht gemindert: Pumpleistung und Blutversorgung des Körpers bleiben voll erhalten.

Tyramin kann einen zu niedrigen Blutdruck positiv beeinflussen. Die glatte Muskulatur der Blutgefäße zieht sich zusammen, die Gefäße verengen sich und der niedrige Blutdruck wird so normalisiert. Die Therapie mit Besenginsterkraut ist besonders risikoarm. Die Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes bescheinigt dem Besenginsterkraut eine gute Verträglichkeit: Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind nicht bekannt. Ein Extrakt aus Besenginsterkraut ist als Arzneimittel unten dem Namen Spartiol Cardiohom® von der Firma Dr. Gustav Klein in jeder Apotheke erhältlich.



Besenginster - eine Arzneipflanze mit vielen Verwendungsmöglichkeiten

Besenginster hat leuchtend gelbe Blüten und ist in vielen Gärten, an Waldrändern und Böschungen anzutreffen. Der Besenginsterstrauch wird ca. 50-200 cm hoch Die botanischen Bezeichnung für Besenginster lauten: Cytisus scoparius bzw. Sarothamnus scoparius. Für den Besenginster gibt es im deutschsprachigen Raum weitere Namen, die mit der Verwendung und dem Aussehen der Pflanze in enger Verbindung stehen: Die Namen "Hasenheide, Hasengeilkraut, Hasenkräutich" deuten z. B. auf den Verwendungszweck als Nahrungsquelle für Hasen, Rehe und Schafe hin.

In den vergangenen Jahrhunderten wurden aus den biegsamen Zweigen des Besenginsters Besen hergestellt. Die Verwendung des Besenginsters als "Rohstofflieferant" für die Herstellung von Besen fand auch in der Namensgebung Cytisus scoparius bzw. Sarothamnus scoparius seinen Niederschlag. Sarothamnus (griechisch) heißt Besenstrauch und auch der lateinische Artname scoparius bedeutet "Besen".

Auch in der Medizin hatte der Besenginster schon immer eine gewisse Bedeutung. Die Volksheilkunde setzte ihn traditionell bei Ödemen (Wasseransammlung), rheumatischen Erkrankungen, Nieren- und Gallensteinen ein. Heute gewinnt der Besenginster in der pflanzlichen Therapie von funktionellen Herz-Kreislaufstörungen wieder zunehmend an Bedeutung.



Vorsicht bei Besenginstersamen

Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin stuft den Besenginster als Pflanze mit leichter Vergiftungsmöglichkeit ein. Vergiftungen können durch den Verzehr Besenginstersamen auftreten, gelten aber als sehr selten. Bauchschmerzen, Erbrechen, Herzrhythmus- und Kreislaufstörungen sind mögliche Symptome einer Vergiftung mit Besenginstersamen.