Anwendungsgebiete

Erkrankung der Verdauungsorgane und krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Trakt.

Wichtigste Inhaltstoffe

  • Flavonoide
  • Gerbstoffe

Gänsefingerkraut – Potentilla anserine herba



Gänsefingerkraut: Hilft bei Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden

Gänsefingerkraut wirkt entzündungshemmend, krampflösend, beruhigend und tonisierend. Darüber hinaus hat es eine adstringierende und antiseptische Wirkung und erschwert Bakterien so das Einnisten in der Schleimhaut. 

Inhaltsstoffe

Das Extrakt des Gänsefingerkrauts wird aus den kurz vor der Blüte oder zur Blütezeit geernteten frischen oder getrockneten Blättern, Blüten und Blütenstängeln der Potentilla anserina L. hergestellt. Die wichtigsten Inhaltstoffe des Gänsefingerkrauts sind Gerbstoffe (vorwiegend Ellagtannine) und Flavonoide. Es enthält aber auch Priterpene wie Tormentosid, Anthocyane und Phytosterole. 

Reich an Gerbstoffen

Gänsefingerkraut ist reich an Gerbstoffen (bis zu 10%). Diese bilden im Darm mit Eiweißen eine unlösliche Verbindung und sind für die adstringierende Wirkung auf die Schleimhautoberfläche verantwortlich. Zudem helfen sie, eine oberflächliche Schutzschicht auf der Schleimhaut zu bilden. Toxische Substanzen und pathogene Keime können sich so nicht ansiedeln. Gerade Diabetiker, die häufig unter einer fehlgesteuerten Bakterienbesiedelung des Darms leiden, können davon profitieren. 

Außerdem verhindern die Gerbstoffe, dass dem Darm Flüssigkeit entzogen wird. Allgemein helfen die Gerbstoffe, die physiologischer Verhältnisse im Magen-Darm-Trakt wieder herzustellen. 

Kleine Pflanze mit großer Wirkung

Potentilla anserina stammt aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und wächst auf nährstoffreichen Wiesen, auf Äckern und an Wegrändern; bevorzugt auf feuchtem, stickstoffreichem, lehmig-tonigem Boden oder auch auf steinigen Untergrund. Ihre Blütezeit ist zwischen Mai und September. Der lateinische Name geht zurück auf die Begriffe „potentia“ (= Macht), was möglicherweise auf die Heilkraft des Kraut anspielt, und „anserinus“ (= Gänse). Letzteres bezieht sich auf den häufigen Standort des Gänsefingerkrauts, nämlich den Gänseweiden, und den Umstand, dass Gänse die Pflanze auch gerne fressen.